About

Anne Thomas

Berlin by Food ist momentan noch eine One-Woman-Show. Die Woman bin ich, Anne, eine franko-amerikanisch-britische Berlinerin, die Deutsch und Russisch studiert hat und Essen liebt. Wenn ich nicht gerade Touren mache, bin ich als Journalistin, Übersetzerin und Koordinatorin für Gunter Demnigs Stolperstein Kunst-Projekt tätig. Ich wohne seit knapp zehn Jahren in Berlin und habe mich mehrmals durch die Stadt gegessen. Ich kann euch Tipps zu den besten Restaurants geben und die zwielichtigsten Eckkneipen zeigen. Letztere sind übrigens eine aussterbende Spezies. Daher solltet ihr euch beeilen, wenn ihr noch 'ne Molle trinken wollt. Ich zeige euch, wo man das beste vegane Schokoeis findet oder den Avocadosmoothie „to die for“. Oder ich führe euch zu der Pizza, die euch direkt nach Italien katapultiert.

Seit einiger Zeit erfährt diese Stadt eine regelrechte Geschmacksexplosion. Die Berlin by Food-Touren sollen euch davon überzeugen und geben gleichzeitig einen Einblick in die sich wandelnden gesellschaftspolitischen Verhältnisse.

Die deutsche Hauptstadt ist eine vielschichtige und vibrierende Stadt mit einer komplexen Vergangenheit. Berlin erfindet sich aber auch ständig wieder neu und zieht unverändert Immigrierende an, die Krieg, politischer Verfolgung und Diskriminierung zu entkommen suchen.

Einwanderung ist das Beste, was der kulinarischen Szene einer Stadt passieren kann. Die Londoner wissen, dass sie nicht viel länger nur Baked Beans, gelierte Aale und gekochten Kohl hätten essen können. New York wäre nicht New York ohne Pizza und Bagels aus Europa. Und selbst Paris, das sich seines Essens nun wirklich nicht schämen muss, hat durch die chinesische, marokkanische und vietnamesische Küche deutlich hinzugewonnen.

Zweifellos war Berlin einst eine kulinarische Wüste – man kann eben nur eine bestimmte Menge von Kartoffeln, Wurst und Sauerkraut essen. Umso größer muss die Erleichterung für Feinschmecker gewesen sein, als die Türken Lahmacun und Linsensuppe mitbrachten (denn auch in der türkischen Küche geht es nicht nur um Döner). Später schenkten Migranten aus dem Libanon oder Syrien der Stadt Baba Ghanoush und Manakish.

Man sollte auch den Australiern danken, die eingesehen haben, dass London viel zu teuer ist und stattdessen überall in Berlin ihre Cafés eröffnet haben. Specialty Coffee und Flat Whites werden sicher noch eine Weile bleiben, aber falls das nicht euer Ding ist, werdet ihr immer einen guten Espresso finden oder einen bodenständigen Pott Kaffee, vielleicht sogar mit einem Stück Kuchen („Kaffee und Kuchen“ am Nachmittag ist definitiv eine deutsche Tradition, die man exportieren sollte!) Und wenn ihr Lust auf Tee habt, dann zeige ich euch einen der vielen feinen Salons.

Diejenigen, die es eher süß als herzhaft mögen, können direkt zum Nachtisch übergehen – zu Eis, Pistazienbaklava und dem besten Käsekuchen diesseits des Atlantiks (ich übertreibe nicht!). Wenn ihr Frühstücksliebhaber seid, besuchen wir eine Croissanterie (für das knusprigste Croissant diesseits des Rheins). Sind Bagels mehr nach eurem Geschmack? Oder Pancakes? Follow me!

Und weil Essen einfach besser schmeckt, wenn man dazu etwas trinkt, stehen natürlich auch Weinbars und Bierkneipen auf dem Programm. Bier und Wein ist nichts für euch? Ihr habt eher Lust auf O-Saft? Dann gibt es ihn frisch gepresst in der Sonnenallee.

Ihr entscheidet! Meldet ihr euch und let the tour begin!